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Kampf der Einrichtungslangeweile!


07.05.
2012

Der Umzug ist nun schon einige Zeit her – wir haben uns zusammengelebt und der strahlende Glanz des Neuen nimmt langsam ab. Wir haben unsere Hausstände zusammengelegt und nur das schönste behalten. Aber irgendwie scheint mein schwarzes Leder Lieblingssofa meiner Frau nicht so ganz zu gefallen. Ich glaube sie hatte damals schon irgendwelche Einwände (Statistisch gesehen hat jeder Single Mann mindestens einmal in seinem Singleleben ein schwarzes Ledersofa…).

Sei es drum – wir sind uns einig, dass der Weg das Ziel ist und es sich schöner lebt, wenn man hier und da mal etwas verändert: Auf zum neuen Sofa!

Aber – Oh Mein Gott – habt ihr Euch mal die aktuellen Preise angeschaut? Ein befreundetes Ehepaar hat sich gerade eine neue Garnitur gekauft und locker 5.000 Euro hingelegt. Das ist weit außerhalb unseres Budgets. Es scheint so zu sein, dass man – will man nicht den IKEA einheitsramsch – man wohl wirklich Geld hinlegen muss. Wir wahren bei den bekannten Möbeldiscountern (Bei uns gibt es Dodenhof, Möbelkraft, Höffner) und mussten feststellen, dass “dicount” wohl doch etwas anderes meint, als wir dachten. Was uns aber aufgefallen ist, ist dass man Ausstellungsstücke deutlich günstiger bekommt. Das bedeutet, dass man exakt das Möbelstück bekommt, was ausgestellt ist und nur die Hälfte (oder deutlich weniger) zahlt. Aber dafür muss das gute Stück auch verkäuflich sein – also nicht mehr auf Lager.

Hier kann man sich nun die Füße von Laden zu laden ablaufen – was wir gemacht haben – nur um dann doch nichts zu finden. Letzte Chance war dann (wen wundert’s) das Internet. Wir haben mal recherchiert und bei einem Onlinehändler ein Ausstellungsstück gekauft – dieser schien sich auf den Verkauf von Ausstellungsstücken spezialisiert zu haben. Das einzige Problem war dann nur noch das alte Ledersofa loszuwerden. Aber davon schreibe ich ein anderes mal…

Der Arbeitsplatz der Hausfrau


11.02.
2012

Was heute wohl sofort jeden Aufhorchen läßt, steht bei uns doch tatsächlich noch zuim Grundriss des Architekten. Gemeint bei uns ist damit im Keller die Waschküche, die bei uns, wie das gesamte Haus, ein wenig in die Jahre gekommen ist. Wir haben zwar kein Schimmel in Keller, aber dennoch ist die Feuchtigkeit sowohl von außen eingedrungen, also auch von innen in den Waschräumen enthalten. Eine Kellersanierung steht also an. Noch ist nichts konkretes geplant, die Fachmänner wurden aber schon zur Rate gezogen. Neben dem Schimmelschutz ist das zweite Ziel Heizkosten zu sparen. In Hinblick auf diese beiden Punkte soll die Sanierung durchgeführt werden.

Die Schwachstelle ist bei uns die Sperrschicht, welche nun nach ca. 50 Jahren anscheinend anfängt, ihre Funktion aufzugeben. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis wir Schimmel haben, denn neben der defekten Sperrschicht ist die Isolation des Kellers eher als nicht vorhanden zu bezeichnen. Kalte, feuchte Räume dienen nicht unbedingt der Wohnqualität. Die Sanierung würde diese natürlich steigern und nicht nur diese, sondern auch den Hauswert und das nicht unerheblich. Die Kosten sind geringer als der daraus resultierende Wertzuwachs.

Die Sanierung sollte bei uns mehrere Schritte enthalten: Zuallererst muss die Sperrschicht erneuert werden, hierfür muss der Keller ausgehoben werden, so dass von außen eine neue Schicht aufgetragen werden kann, hierbei wird gleichzeitig eine Dämmung angebracht, so dass der Keller danach von außen keine Feuchtigkeit mehr erfährt und gleichzeitig der Keller die Wärme besser halten kann. Dadurch kann der Keller sicher als trockener Lagerraum und evtl. auch als Wohnraum genutzt werden. Hierfür sind in den dafür in Frage kommenden Räumen schon Heizköper installiert, so dass hier kein weiterer Bedarf besteht.

Da die Kellerräume nur selten als Wohnraum genutzt werden und somit meist keine Heizung läuft, sollte man auch an eine Kellerdeckendämmung denken. Diese schützt das Erdgeschoß vor der kalten Kellerluft. Je nach Deckenart besteht hier erhebliches Energiesparpotential. Deutlich wird es auch an der Wohnqualität, wenn man im Erdgeschoß plötzlich barfuß über den Fliesenboden laufen kann und die geliebte Frau einen Abends im Bett mit warmen Füßen überrascht.

Ich kann nur empfehlen eine Fachmann zu Rate zu ziehen. Inbesondere wenn schon starke Feuchtigkeitsschäden, wie z.B. Mineralienauskristalisierung, brökelnder Putz oder gar Schimmel aufgetreten sind. Hier muss das Mauerwerk oft professionell mit einen Heizlüfter und Bohrungen zur Drucklufteinfuhr trockengelegt werden. Auch wenn die Sperrschicht nicht auf konventionelle Art zu erneuern ist, weil z.B. die Hausumrandung durch Terrassenfundamente etc. nicht freigelegt werden kann, ist fachmännischer Rat unabdingbar. Es gibt viele Spezialverfahren die die Probleme auch lösen können. Das Mauerwerk kann durch Spezialharze versiegelt werden (Holhlraumbefüllung) oder eine Sperrschicht wird von innen angebracht (Hier verliert man allerdings recht viel Nutzfläche).

Der Plan steht: Es wird ein Generationenhaus


06.06.
2011

Generationsübergreifend unter einem Dach zu leben ist sicherlich nicht für jeden geeignet und auch wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Aber neben all den Konflikten an die man direkt denken kann, gibt es auch außerordentlich positive Aspekte, die es zu überdenken gilt. Wir, also meine Tochter, meine Frau und ich werden mit meiner Schwiegermutter zusammen in ein Haus in Lübeck ziehen, weil wir uns einerseits gut verstehen und andererseits uns gegenseitig gut unterstützen können. Meine Frau und ich sind beide berufstätig und arbeiten in Vollzeit, unsere Tochter geht noch in den Kindergarten und Omi geht Ende des Jahres in Rente.

Klar, dass Omi sich angeboten hat, auf unsere Tochter aufzupassen, so dass sie in einem Jahr nicht in eine Ganztagesschule muss und auch kein Schlüsselkind wird. Ebenso ist die Karriere von meiner Frau und mir insofern gesichert, dass wir mit einer Teilzeitstelle nicht auf Abstellgleis gestellt werden, wie es in Deutschland leider noch sehr üblich ist. Da wiegen mögliche Nachteile wie Streit über Ordnung und Sauberkeit, Aufgabenverteilung etc. nicht wirklich schwer.

Aber auch andersherum können wir der Omi natürlich auch Untersützung anbieten. So kann ich sicherlich Renovierungsarbeiten tätigen und schwere Einkäufe schleppen, die Omi mit der Zeit vielleicht immer weniger schafft. Und natürlich vereinsamt sie auch nicht im Alter, was ich mir zwar nur schwer vorstellen kann, aber man weiß ja nie was die Zukunft bringt.

Nun gilt es also, alle Einfamilienhäuser in Stadtrandnähe zu ignorieren und ein Mehrparteienhaus, idealerweise auf der Lübecker Innenstadtinsel, zu finden. Wir haben zwar auch über Einfamilienhäuser mit Einliegerwohnung nachgedacht, doch wollen wir alle irgendwie nicht die Stadt verlassen. Shoppen, Theater, Kino, Kindergarten, Schule, Ärzte und Restauraunts fußläufig zu erreichen, war schon immer ein Traum von mir und die Altbauten in der Lübecker Altstadt sind genau mein Traum vom Haus. So toll Neubauten auch sind, so haben sie nicht den Charme eines alten Offizierquartiers mit 3,30m hohen Decken und Innenhof.

Ein neuer Lebensabschnitt wird geplant und wird hoffentlich bis Ende des Jahres beginnen.

Der Wunsch vom Eigenheim


02.05.
2011

Als wir aus beruflichen Gründen in unsere neue Heimat Lübeck gezogen sind, musste alles sehr schnell gehen. Mit wenig Geld und somit mit nur kleiner Auswahl an in Frage kommender Wohnungen, mussten wir innerhalb von zwei Wochen eine neue Bleibe bei einem maximalen Budget von 600 Euro Kaltmiete finden. Es erschien als Glücksfall, als wir 76 Quadratmeter für 450 Euro Altbau mit einem Gartenparadies gefunden haben. Zwar musste viel renoviert werden, dafür durften wir aber auch drei Monate mietfrei wohnen und konnten schon mal unser handwerkliches Geschick und neue Werkzeuge testen.

Nach drei Jahren ist es nun an der Zeit an die Zukunft zu denken und neben der normalen Rente under Riester Zulage auch an eine weitere Altersvorsorge zu denken. In der Zeit kurz nach der Weltwirtschaftskrise liegt dabei kaum etwas näher als sein Geld in ein Haus zu investieren. Denn so schön es hier mittlerweile geworden ist, so hat diese Wohnung auch Nachteile. Der feuchte Keller, der jahrelang nicht trockengelegt wurde, führte zu Schimmel und zu gesundheitlichen Problemen und es ist schade und nervraubend, wenn man einem Vermieter die Pistole auf die Brust setzen muss, bevor so ein Schaden behoben wird.

Der nächste Grund ist, dass eine gute  Hausdämmung fehlt, somit zahlen wir mittlerweile 130 Euro an Gaskosten obwohl wir schon den Anbieter gewechselt und günstige Gaspreise haben. Und mit Gas heizen wir nur! Noch günstiges Gas zu bekommen wäre echt traumhaft. Das würde uns einiges an Kosten sparen. Die Warmwasseraufbereitung funktioniert per Durchlauferhitzer, also per Strom. Unsere Stromrechnung liegt pro Monat bei 120 Euro, sie könnte niedriger sein, aber schon seit Jahren schwöre ich auf Ökostrom. Und mein zertifizierter Ökostrom ist immer noch wesentlich günstiger, als der Standardtarif der hiesigen Stadtwerke. An sonstigen Nebenkosten kommen ca 70 Euro zusammen. Die Kaltmiete von 450 Euro wird mit den direkten Nebenkosten von summiert 370 Euro fast verdoppelt. Somit sind die Nebenkosten schon zu einer zweiten Miete geworden.

Der letzte erwähnenswerte Grund ist, dass unsere Familie relativ weit auseinander wohnt und die Großeltern gerne ihre Enkelin besuchen. Leider haben wir in den 80qm nur 3,5 Zimmer und somit ist es immer ziemlich problematisch, wenn meine Schwiegereltern über Nacht bleiben wollen. Ein Gästezimmer/Büro mit Schlafsofa und Schreibtisch wäre echt toll.

Aus diesen Gründen haben wir uns entschieden uns ein Haus zu  kaufen. Nunja, bisher ist das nur ein Wunsch und kaum konkret, aber wir wollen über die Suche, die Finanzierung und all die anderen Abenteuer, die so ein Hauskauf mit sich bringt, berichten. Und damit das nicht alles zu langweilig wird, erzähle ich auch ab und zu etwas von unserem Garten. Wir üben hier schon fleissig. Aktuell legen wir einen Kräutergarten an und ziehen die Kräuter teilweise selber.