Archive for Juni, 2011

Der Sommer kann kommen, die Blumen sind schon da!


17.06.
2011

Vielleicht haben wir ja irgendwann auch einen großen Garten, aber vorerst bleibt meiner Freundin nur der Balkon zum Austoben, wenn es um Gartenarbeit geht. So musste jetzt die Frühlingsbepflanzung der Sommerbepflanzung weichen, bzw. die Stiefmütterchen den Petunien. Also wieder in den Baumarkt, der glücklicherweise gerade alle Draußenblumen für 50% verscheuerte, offensichtlich befanden wir uns schon am Ende der Sommerpflanzphase. Dann wieder literweise Blumenerde in den dritten Stock schleppen, nun konnte es losgehen.

Meine Freundin sammelte alle Pflanzutensilien zusammen, von der Schaufel über die Handschuhe bis zur praktischen Pflanzunterlage, denn das Rumsauen mit der Blumenerde muss ja nicht gleich den ganzen Balkon verdrecken. Während die Katze neugierig zuschaute, wurden Kästen geleert und bunt wieder befüllt. Wenn die Petunien noch ein wenig wachsen, kann man unseren Balkon wieder von weitem erstrahlen sehen, so ein paar bunte Farben machen den Balkon gleich noch freundlicher.

Immerhin ist mir nicht das gleiche Missgeschick mit den Abfällen der Vorbepflanzung passiert wie beim letzten Mal, da habe ich den Sack mit den Resten nämlich erst mal in den Flur gestellt und später mit zum Mülleimer genommen. Als ich von der Arbeit kam, stank es im Flur wie die Pest, offensichtlich hatte irgendein Idiot ein Loch in seinem Biomüllsack nicht gesehen und somit auch nicht das ausgelaufene “Pflanzenöl”, das daraufhin einen bestialischen Gestank im Flur verbreitete. Naja, der Idiot hat dann schnell gewischt und das Flurfenster aufgemacht und sich gefreut, dass in der Etage über ihm keiner mehr wohnt. Solche Dinge passieren halt!

Der Plan steht: Es wird ein Generationenhaus


06.06.
2011

Generationsübergreifend unter einem Dach zu leben ist sicherlich nicht für jeden geeignet und auch wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Aber neben all den Konflikten an die man direkt denken kann, gibt es auch außerordentlich positive Aspekte, die es zu überdenken gilt. Wir, also meine Tochter, meine Frau und ich werden mit meiner Schwiegermutter zusammen in ein Haus in Lübeck ziehen, weil wir uns einerseits gut verstehen und andererseits uns gegenseitig gut unterstützen können. Meine Frau und ich sind beide berufstätig und arbeiten in Vollzeit, unsere Tochter geht noch in den Kindergarten und Omi geht Ende des Jahres in Rente.

Klar, dass Omi sich angeboten hat, auf unsere Tochter aufzupassen, so dass sie in einem Jahr nicht in eine Ganztagesschule muss und auch kein Schlüsselkind wird. Ebenso ist die Karriere von meiner Frau und mir insofern gesichert, dass wir mit einer Teilzeitstelle nicht auf Abstellgleis gestellt werden, wie es in Deutschland leider noch sehr üblich ist. Da wiegen mögliche Nachteile wie Streit über Ordnung und Sauberkeit, Aufgabenverteilung etc. nicht wirklich schwer.

Aber auch andersherum können wir der Omi natürlich auch Untersützung anbieten. So kann ich sicherlich Renovierungsarbeiten tätigen und schwere Einkäufe schleppen, die Omi mit der Zeit vielleicht immer weniger schafft. Und natürlich vereinsamt sie auch nicht im Alter, was ich mir zwar nur schwer vorstellen kann, aber man weiß ja nie was die Zukunft bringt.

Nun gilt es also, alle Einfamilienhäuser in Stadtrandnähe zu ignorieren und ein Mehrparteienhaus, idealerweise auf der Lübecker Innenstadtinsel, zu finden. Wir haben zwar auch über Einfamilienhäuser mit Einliegerwohnung nachgedacht, doch wollen wir alle irgendwie nicht die Stadt verlassen. Shoppen, Theater, Kino, Kindergarten, Schule, Ärzte und Restauraunts fußläufig zu erreichen, war schon immer ein Traum von mir und die Altbauten in der Lübecker Altstadt sind genau mein Traum vom Haus. So toll Neubauten auch sind, so haben sie nicht den Charme eines alten Offizierquartiers mit 3,30m hohen Decken und Innenhof.

Ein neuer Lebensabschnitt wird geplant und wird hoffentlich bis Ende des Jahres beginnen.