Wenn sich die Freundin Laubsägen als Hobby aussucht, kommt man schnell an den Punkt, wo das Sägen mit einer Laubsäge doch etwas zu anstrengend und zeitintensiv wird, also muss man schwerere Geschütze auffahren: Eine Dekupiersäge musste her. Abgesehen davon, dass man das passende Gerät finden muss, genauso dringend braucht man einen Platz, wo man das Ding aufstellen und benutzen kann. Als Mieter kommt einem da kurz der eigene Keller in den Sinn, doch die Beschwerden wegen der Lautstärke wären dort natürlich vorprogrammiert, was also tun?

Wir hatten Glück, dass die Mutter meiner Freundin eine große Garage hat, wo wir eine Werkstatt einrichten durften. Also ab in den Baumarkt, eine vernünftige Dekupiersäge, eine einfache Werkbank und noch jede Menge anderes Zubehör besorgt und dann ab zur Garage. Dort musste erst mal wieder aufgeräumt werden, bevor die neue Bastelecke fürs Laubsägen vorbereitet werden konnte. Also Gerümpel raus, Ziegelsteine von einer Ecke in die andere, Werkbank zusammengeschraubt und alles aufgestellt, damit war die Werkstatt einsatzbereit.
Als größtes Problem erwies sich dann das Garagenschloss, Säge und Zubehör wollten ja auch gesichert werden, also wurde ein neues Schloss besorgt. Doch das wollte sich nicht gerade einfach in die Tür einbauen lassen, mit Hammer und Meißel musste an einigen Stellen nachgeholfen werden, bis sich endlich auch der Schlüssel im Schloss drehen und die Tür abschließen ließ.
Beeindruckend was dann auch die Ausbeute der ersten zwei Stunden Sägen mit der elektrischen Dekupiersäge, das hätte mit der Handlaubsäge sicher Tage gedauert. Man darf gespannt sein, was für tolle Holzprodukte noch in der neuen Werkstatt meiner Freundin entstehen werden. Auf jeden Fall wird jetzt erst mal gesägt, bis der Winter kommt und es zum langen Arbeiten zu kalt sein wird. Aber Schleifen, Anmalen und Zusammenbauen geht ja auch wieder im Wohnzimmer.